Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Konzern-Bilanz (Kurzfassung)

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

31.12.2019

Anteil an der Bilanz­summe
in %

Verän­derung

31.12.2018

Anteil an der Bilanz­summe
in %

31.12.2017

31.12.2016

31.12.2015

Seit dem 1. Januar 2019 kommt der Rechnungslegungsstandard IFRS 16 „Leases“ zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten letztmalig zum 31. Dezember 2018 Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen gemäß IAS 17.

AKTIVA

 

 

 

 

 

 

 

 

KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

24.689

14,5

2.819

21.870

15,0

20.392

26.638

32.184

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

5.393

3,2

1.714

3.679

2,5

3.312

7.747

6.897

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

10.846

6,4

858

9.988

6,9

9.723

9.362

9.238

Vertragsvermögenswerte

1.876

1,1

111

1.765

1,2

n.a.

n.a.

n.a.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

97

0,1

(48)

145

0,1

161

372

6.922

Übrige kurzfristige Vermögenswerte

6.477

3,8

184

6.293

4,3

7.196

9.157

9.127

LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

145.983

85,5

22.478

123.505

85,0

120.943

121.847

111.736

Immaterielle Vermögenswerte

68.202

40,0

3.252

64.950

44,7

62.865

60.599

57.025

Sachanlagen

49.548

29,0

(1.083)

50.631

34,8

46.878

46.758

44.637

Nutzungsrechte

17.998

10,5

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

Aktivierte Vertragskosten

2.075

1,2

331

1.744

1,2

n.a.

n.a.

n.a.

Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen

489

0,3

(87)

576

0,4

651

725

822

Übrige langfristige Vermögenswerte

7.671

4,5

2.067

5.604

3,9

10.548

13.765

9.252

BILANZSUMME

170.672

100,0

25.297

145.375

100,0

141.334

148.485

143.920

PASSIVA

 

 

 

 

 

 

 

 

KURZFRISTIGE SCHULDEN

32.913

19,3

3.769

29.144

20,0

27.366

33.126

33.548

Finanzielle Verbindlichkeiten

11.463

6,7

936

10.527

7,2

8.358

14.422

14.439

Leasing-Verbindlichkeiten

3.987

2,3

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

9.431

5,5

(1.304)

10.735

7,4

10.971

10.441

11.090

Kurzfristige Rückstellungen

3.082

1,8

(62)

3.144

2,2

3.372

3.068

3.367

Vertragsverbindlichkeiten

1.608

0,9

(112)

1.720

1,2

n.a.

n.a.

n.a.

Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

29

0,0

(7)

36

0,0

0

194

4

Übrige kurzfristige Schulden

3.313

1,9

331

2.982

2,1

4.664

5.001

4.648

LANGFRISTIGE SCHULDEN

91.528

53,6

18.734

72.794

50,1

71.498

76.514

72.222

Finanzielle Verbindlichkeiten

54.886

32,2

3.138

51.748

35,6

49.171

50.228

47.941

Leasing-Verbindlichkeiten

15.848

9,3

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

Langfristige Rückstellungen

9.412

5,5

619

8.793

6,0

11.530

11.771

11.006

Übrige langfristige Schulden

10.925

6,4

(743)

11.668

8,0

10.798

14.515

13.275

Vertragsverbindlichkeiten

456

0,3

(129)

585

0,4

n.a.

n.a.

n.a.

EIGENKAPITAL

46.231

27,1

2.794

43.437

29,9

42.470

38.845

38.150

BILANZSUMME

170.672

100,0

25.297

145.375

100,0

141.334

148.485

143.920

Unsere Bilanzsumme betrug am 31. Dezember 2019 170,7 Mrd. € und erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 um 25,3 Mrd. €. Wesentlichen Einfluss hierauf hat die aus der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 „Leases“ resultierende bilanzielle Erfassung der Nutzungsrechte auf der Aktivseite sowie der kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten auf der Passivseite der Bilanz.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mrd. €.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Konzern-Kapitalflussrechnung“ und in Angabe 35 „Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung“ im Konzern-Anhang.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 0,9 Mrd. € auf 10,8 Mrd. €, v. a. durch den jeweils erhöhten Forderungsbestand in den operativen Segmenten Systemgeschäft, USA, Group Development und Deutschland. Im operativen Segment Systemgeschäft erhöhte sich der Forderungsbestand insbesondere infolge der Beendigung einer Factoring-Transaktion. Eine erhöhte Kundenbasis trug im operativen Segment USA zu einem höheren Forderungsvolumen bei. Im operativen Segment Group Development erhöhte sich der Forderungsbestand infolge des Erwerbs der Tele2 Netherlands und der erhöhten Kundenbasis. Ebenso erhöhte sich der Forderungsbestand durch Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

Die übrigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 2,3 Mrd. € auf 14,1 Mrd. € wie folgt: Die kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 2,8 Mrd. € auf 7,3 Mrd. €. Dieser Anstieg resultierte u. a. aus positiven Effekten aus der Bewertung eingebetteter Derivate bei T‑Mobile US in Höhe von 0,5 Mrd. € sowie aus der Hinterlegung von Barsicherheiten in Verbindung mit abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften über künftige Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US in Höhe von 0,6 Mrd. €. Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 1,3 Mrd. € im Zusammenhang mit der zu Beginn des dritten Quartals 2019 geänderten Vorgehensweise, bereits bei Vertragsschluss noch zu empfangende Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland zu aktivieren. Gegenläufig verringerten sich die Vorräte um 0,2 Mrd. € auf 1,6 Mrd. €, v. a. aufgrund der Verminderung des Vorratsbestands mobiler Endgeräte in den operativen Segmenten Deutschland und USA.

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 3,3 Mrd. € auf 68,2 Mrd. €. Zugänge von insgesamt 6,6 Mrd. € erhöhten den Buchwert. Diese entfallen im Wesentlichen auf Investitionen in den operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa und Group Development. Im operativen Segment Deutschland entfallen Zugänge in Höhe von 2,2 Mrd. € auf die in Deutschland erworbenen -Lizenzen. Im operativen Segment USA sind Investitionen für den Erwerb von FCC-Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von insgesamt 1,0 Mrd. € enthalten. Im operativen Segment Europa erhöhten die in Österreich erworbenen 5G-Lizenzen den Buchwert um 0,1 Mrd. €. Weiterhin wirkten Konsolidierungskreiseffekte in Höhe von 0,6 Mrd. € buchwerterhöhend. Aus dem Erwerb der Tele2 Netherlands im operativen Segment Group Development resultierten zum Erwerbszeitpunkt identifizierbare immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 0,5 Mrd. € (u. a. Kundenstamm und Spektrumlizenzen) sowie ein Goodwill in Höhe von 0,1 Mrd. €. Positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten mit 0,8 Mrd. € buchwerterhöhend. Abschreibungen verminderten den Buchwert um 4,8 Mrd. €. Hierin enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 0,1 Mrd. €.

Die Sachanlagen reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 um 1,1 Mrd. € auf 49,5 Mrd. €. Der Rückgang resultiert in Höhe von 2,5 Mrd. € aus der Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019. Noch bis zum 31. Dezember 2018 innerhalb der Sachanlagen erfasste Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, bei denen die Deutsche Telekom als Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasing-Verhältnis trug, werden nunmehr als Nutzungsrechte an den zugrunde liegenden Leasing-Vermögenswerten bilanziert. Abschreibungen in Höhe von 9,2 Mrd. € reduzierten den Buchwert. Hierin waren in Höhe von 0,3 Mrd. € Wertminderungen überwiegend auf technische Anlagen und Maschinen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien im operativen Segment Europa enthalten. Abgänge in Höhe von 0,6 Mrd. € reduzierten ebenfalls den Buchwert. Zugänge von 10,6 Mrd. €, v. a. im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung und dem Netzwerk-Ausbau im operativen Segment USA sowie für den Breitband- und -Ausbau, die -Transformation und die Mobilfunk-Infrastruktur in den operativen Segmenten Deutschland und Europa, erhöhten den Buchwert. Konsolidierungskreiseffekte aus dem Erwerb der Tele2 Netherlands erhöhten den Buchwert um 0,3 Mrd. €. Positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten in Höhe von 0,2 Mrd. € buchwerterhöhend.

Nutzungsrechte an Leasing-Vermögenswerten wurden zum 31. Dezember 2019 in Höhe von 18,0 Mrd. € bilanziert. Der bilanzielle Neubewertungs- und Reklassifizierungseffekt betrug zum 1. Januar 2019 16,2 Mrd. €. Hierin enthalten sind sowohl Nutzungsrechte an Leasing-Vermögenswerten, die erstmals in der Bilanz angesetzt wurden, als auch Nutzungsrechte für bereits zuvor in den Sachanlagen ausgewiesene Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen in Höhe von 2,5 Mrd. €. Der Anstieg resultiert aus Zugängen in Höhe von 5,5 Mrd. €, im Wesentlichen aufgrund abgeschlossener Leasing-Verhältnisse im operativen Segment USA, sowie in Höhe von 0,2 Mrd. € auf Konsolidierungskreiseffekte aus dem Erwerb der Tele2 Netherlands. Positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten in Höhe von 0,2 Mrd. € buchwerterhöhend. Gegenläufig wirkten die planmäßigen Abschreibungen mit 3,6 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,4 Mrd. €.

Unsere Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen reduzierten sich im Berichtsjahr um 0,1 Mrd. € auf 0,5 Mrd. €. Dies resultiert insbesondere aus den am 14. August 2019 zur Besicherung der bestehenden Pensionsverpflichtungen als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e.V. eingebrachten rund 11 % der Anteile an der Ströer SE & Co. KGaA.

Unsere kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2018 um 4,1 Mrd. € auf insgesamt 66,3 Mrd. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus den 2019 von der Deutschen Telekom AG emittierten Euro-Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 4,5 Mrd. € sowie GBP-Anleihen im Gesamtvolumen von 0,4 Mrd. GBP (0,5 Mrd. €). Des Weiteren wurde von OTE eine Euro-Anleihe in Höhe von 0,4 Mrd. € emittiert. Gegenläufig wirkten u. a. die planmäßigen Tilgungen von US-Dollar-Anleihen im Gesamtvolumen von 1,8 Mrd. US‑$ (1,6 Mrd. €) sowie von Euro-Anleihen im Gesamtvolumen von 0,8 Mrd. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Zusammenhang mit kurzfristigen Geldaufnahmen um 0,8 Mrd. €. Die finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Zusammenhang mit den in Deutschland erworbenen Spektrumlizenzen. Anstelle einer Einmalzahlung wurden mit den Vertretern des Bundes jährliche Ratenzahlungen bis 2030 vereinbart. Nach Abzug einer Sicherheitsleistung und der ersten bereits geleisteten Rate erhöhten sich die finanziellen Verbindlichkeiten um 2,0 Mrd. €. Der Übergang auf IFRS 16 führte zu einer Umgliederung der bisher in den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing, die nun als Leasing-Verbindlichkeiten erfasst werden. Bezogen auf die Buchwerte zum 31. Dezember 2018 reduzierte diese Umgliederung die finanziellen Verbindlichkeiten um 2,5 Mrd. €. Aus der Bewertung abgeschlossener Zinssicherungsgeschäfte über künftige Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US ergab sich ein erfolgsneutral erfasster Bewertungsverlust in Höhe von 0,6 Mrd. €.

Weitere Informationen zur Entwicklung der finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie in Angabe 13 „Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing-Verbindlichkeiten“ im Konzern-Anhang.

Die Erstanwendung von IFRS 16 führte zum Ansatz kurz- und langfristiger Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 18,1 Mrd. €. Diese umfassten auch die bereits in der Vergangenheit innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten passivierten Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing. Bis zum 31. Dezember 2019 hat sich der Buchwert der bilanzierten Leasing-Verbindlichkeiten auf 19,8 Mrd. € fortentwickelt. Im Wesentlichen entfallen die Leasing-Verbindlichkeiten auf das operative Segment USA.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum Jahresende 2018 um 1,3 Mrd. € auf 9,4 Mrd. €. Hierzu trug der Abbau des Verbindlichkeitenbestands in den operativen Segmenten USA, Europa und Deutschland bei. Erhöhend wirkten sich Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro aus.

Unsere kurz- und langfristigen Rückstellungen lagen mit 12,5 Mrd. € um 0,6 Mrd. € über Vorjahresniveau. Davon entfielen 5,8 Mrd. € (31. Dezember 2018: 5,5 Mrd. €) auf Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. Gründe für den Anstieg sind im Wesentlichen Rechnungszinsanpassungen und die rückläufige Kursentwicklung der als Planvermögen dotierten BT Anteile. Gegenläufig wirkten sich die am 14. August 2019 in das Planvermögen eingebrachten rund 11 % der Anteile an Ströer SE & Co. KGaA aus. Die sonstigen Rückstellungen lagen mit 6,7 Mrd. € leicht über dem Vorjahresniveau.

Die übrigen kurz- und langfristigen Schulden verringerten sich um 0,4 Mrd. € und betrugen zum 31. Dezember 2019 14,2 Mrd. €. Diese wurden durch die gemäß IFRS 16 nicht mehr passivisch auszuweisenden Verbindlichkeiten aus Staffelmietverträgen für im Wesentlichen Mobilfunk-Standorte (Straight-line lease) im operativen Segment USA um 2,2 Mrd. € vermindert. Im Zusammenhang mit der zu Beginn des dritten Quartals 2019 geänderten Vorgehensweise der bilanziellen Abbildung von vertragsgemäß zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland wurden nicht-finanzielle übrige Schulden für bestehende Ausbauverpflichtungen in Höhe von 1,2 Mrd. € passiviert.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 2,8 Mrd. € auf 46,2 Mrd. €. Zum Anstieg trug insbesondere der Überschuss in Höhe von 5,3 Mrd. € bei. Erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,5 Mrd. €, Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierter Vergütung in Höhe von 0,5 Mrd. € sowie Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen in Höhe von 0,3 Mrd. € wirkten erhöhend. Ebenfalls wirkte die Umstellung auf IFRS 16 zum 1. Januar 2019 in Höhe von 0,3 Mrd. € buchwerterhöhend. Hieraus ergab sich zum 1. Januar 2019 ein erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen, unter Einbeziehung der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Komponenten, zu erfassender erhöhender kumulierter Effekt von insgesamt 0,3 Mrd. €. Der Erwerb der Tele2 Netherlands im operativen Segment Group Development führte in Höhe von 0,5 Mrd. € zu eigenkapitalerhöhenden Transaktionen mit Eigentümern und in Höhe von 0,2 Mrd. € zu Effekten aus der Veränderung des Konsolidierungskreises. Das Aktienrückkauf-Programm der OTE reduzierte die Transaktionen mit Eigentümern um 0,1 Mrd. €. Buchwertmindernd wirkten die Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 3,3 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenfalls reduzierten die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne mit 0,6 Mrd. € und die Verluste aus Sicherungsinstrumenten mit insgesamt 0,6 Mrd. €, im Wesentlichen im Zusammenhang mit abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften über künftige Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US, das Eigenkapital.

Weitere Informationen finden Sie in Angabe 19 „Eigenkapital“ im Konzern-Anhang.

Weitere Informationen zum Erwerb der Tele2 Netherlands finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“ im Konzern-Anhang.

Netto-Finanzverbindlichkeiten

Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

in Mio. €

 

 

 

 

 

31.12.2019

31.12.2018

Veränderung

Veränderung
in %

Seit dem 1. Januar 2019 kommt der Rechnungslegungsstandard IFRS 16 „Leases“ zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten letztmalig zum 31. Dezember 2018 Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen gemäß IAS 17.

Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)

11.463

10.527

n.a.

n.a.

Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig)

54.886

51.748

n.a.

n.a.

Leasing-Verbindlichkeiten

19.835

n.a.

n.a.

n.a.

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND LEASING-VERBINDLICHKEITEN

86.184

62.275

n.a.

n.a.

Zinsabgrenzungen

(748)

(719)

(29)

(4,0)

Sonstige

(739)

(928)

189

20,4

BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN

84.697

60.628

n.a.

n.a.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

5.393

3.679

1.714

46,6

Derivative finanzielle Vermögenswerte

2.333

870

1.463

n.a.

Andere finanzielle Vermögenswerte

940

654

286

43,7

NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN

76.031

55.425

n.a.

n.a.

Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

in Mio. €

Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten (Balkendiagramm)

Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von 55,4 Mrd. € auf 76,0 Mrd. €. Einen wesentlichen Einfluss auf diesen Anstieg hatte die Erstanwendung von IFRS 16. Die sonstigen Effekte in Höhe von 1,1 Mrd. € enthalten u. a. Finanzierungsformen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Einbeziehung von Bankgeschäften später fällig werden, den Aufbau von Verbindlichkeiten für den Erwerb von Medienübertragungsrechten sowie gegenläufig Effekte aus der Bewertung eingebetteter Derivate bei T‑Mobile US.

Sonstige Finanzierungsformen

Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verkaufen wir v. a. Forderungen mittels Factoring. Zum 31. Dezember 2019 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 4,2 Mrd. € (31. Dezember 2018: 4,7 Mrd. €). Dies beinhaltet im Wesentlichen Factoring-Vereinbarungen in den operativen Segmenten USA und Deutschland. Die Vereinbarungen werden insbesondere zum aktiven Forderungs-Management genutzt.

Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr in Höhe von 0,7 Mrd. € (2018: 0,2 Mrd. €) Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden und bei Zahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. In der Folge weisen wir diese in der Bilanz unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus.

Finanz-Management

Unser Finanz-Management stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts in unserem Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management verantwortet die Konzern-Treasury.

Rating der Deutschen Telekom AG

 

Standard & Poor’s

Moody’s

Fitch

LANGFRIST-RATING

 

 

 

31.12.2015

BBB+

Baa1

BBB+

31.12.2016

BBB+

Baa1

BBB+

31.12.2017

BBB+

Baa1

BBB+

31.12.2018

BBB+

Baa1

BBB+

31.12.2019

BBB+

Baa1

BBB+

AUSBLICK

CreditWatch negative

negativ

stabil

KURZFRIST-RATING

A-2

P-2

F2

Finanzielle Flexibilität

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2019

2018

2017

2016

2015

RELATIVE VERSCHULDUNG

 

 

 

 

 

 

Netto-Finanzverbindlichkeiten

EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)

2,65x

2,4x

2,3x

2,3x

2,4x

EIGENKAPITALQUOTE

%

27,1

29,9

30,0

26,2

26,5

Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzen wir v. a. die Kennzahl „Relative Verschuldung“ ein. Sie ist zentraler Bestandteil unserer Finanzstrategie und gilt als wichtige Kennzahl für Investoren, Analysten und Rating-Agenturen.

Herleitung des Free Cashflows AL

in Mio. €

 

 

 

 

2019

2018

2017

a

Für die aufgrund der Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 neu definierten Leistungsindikatoren wurden die Vergleichswerte für 2018 auf Pro-forma-Basis ermittelt.

b

Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T‑Mobile US.

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

23.074

17.948

17.196

Cash Capex

(14.357)

(12.492)

(19.494)

Investitionen in Spektrum

1.239

269

7.395

CASH CAPEX (VOR INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)

(13.118)

(12.223)

(12.099)

Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen

176

525

400

Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)

10.133

6.250

5.497

Tilgung der Leasing-Verbindlichkeitena,b

(3.120)

(199)

n.a.

FREE CASHFLOW AL (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)a

7.013

6.051

n.a.

Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum stieg gegenüber dem Vorjahr von 6,2 Mrd. € auf 10,1 Mrd. €. Dabei erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 5,1 Mrd. € auf 23,1 Mrd. €. Mit der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 wird der Tilgungsanteil von Leasing-Zahlungen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. In Höhe von 3,1 Mrd. € werden diese für die Ermittlung des Free Cashflow AL berücksichtigt. Die positive Geschäftsentwicklung unserer operativen Segmente, insbesondere der USA, trägt wesentlich zur Erhöhung des Cashflow aus Geschäftstätigkeit bei. Factoring-Vereinbarungen, v. a. in den operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft, wirkten sich im Vergleich zum Vorjahr mit 0,3 Mrd. € negativ auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit aus. Daneben war das Vorjahr durch erhaltene Dividendenzahlungen in Höhe von 0,2 Mrd. € entlastet. Um 0,5 Mrd. € höhere Nettozinszahlungen sowie um 0,1 Mrd. € höhere Steuerzahlungen im Berichtsjahr belasteten den Cashflow aus Geschäftstätigkeit ebenfalls.

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) erhöhte sich gegenüber 2018 um 0,9 Mrd. €. Diese Erhöhung entfiel fast ausschließlich auf das operative Segment USA, was im Wesentlichen durch den Infrastrukturausbau für das 600 MHz-Spektrum, womit auch die Basis für den 5G-Ausbau geschaffen wird, begründet ist. Die weiteren Investitionen wurden v. a. in den operativen Segmenten Deutschland und Europa im Rahmen des Ausbaus und der Modernisierung unserer Netze getätigt. Währungseffekte erhöhten den Free Cashflow AL und auch den Cash Capex.

Weitere Informationen zur Kapitalflussrechnung finden Sie in Angabe 35 „Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung“ im Konzern-Anhang.

Rentabilität

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

2019

2018

2017

a

Aufgrund der Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 angepasste Ermittlung des finanziellen Leistungsindikators.

b

Ohne Berücksichtigung der Buchwerte at equity bilanzierter Unternehmen.

ROCE

%

5,1

4,7

5,8

Betriebsergebnis (EBIT)

 

9.457

8.001

9.383

Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen

 

87

(529)

76

Zinsanteil nicht bilanzierter Miet- und Leasing-Verpflichtungena

 

n.a.

630

525

Sonstige Anpassung NOP

 

n.a.

1

0

NET OPERATING PROFIT (NOP)

 

9.544

8.103

9.984

Steuer (kalkulatorischer Steuersatz 2019: 27,8 %; 2018: 27,8 %; 2017: 31,5 %)

 

(2.653)

(2.253)

(3.145)

NET OPERATING PROFIT AFTER TAXES (NOPAT)

 

6.891

5.850

6.839

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

5.393

3.679

3.312

Operatives Working Capital

 

2.983

(511)

(3.555)

Immaterielle Vermögenswerte

 

68.202

64.950

62.865

Sachanlagen

 

49.548

50.631

46.878

Nutzungsrechtea

 

17.998

n.a.

n.a.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und Schuldenb

 

68

145

161

Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen

 

489

576

651

Sonstige Vermögenswerte

 

n.a.

331

410

Barwert nicht bilanzierter Miet- und Leasing-Verpflichtungen

 

n.a.

15.760

13.127

Sonstige Rückstellungen

 

(6.663)

(6.435)

(6.527)

Sonstige Anpassungen NOA

 

n.a.

0

0

NET OPERATING ASSETS (NOA)

 

138.018

129.126

117.322

DURCHSCHNITTLICHE NET OPERATING ASSETS (Ø NOA)

 

135.618

124.024

118.927

Der ROCE verbesserte sich im Berichtsjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 5,1 %. Ursache für diese positive Entwicklung war eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses (NOPAT), welches sich prozentual stärker erhöhte als das durchschnittlich im Jahresverlauf gebundene Vermögen (NOA). Die positive Entwicklung des NOPAT ist v. a. getrieben durch die Steigerung des EBIT. Zusätzlich wirkte das höhere Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen positiv; dieses war 2018 durch den geschlossenen Vergleich zur Beendigung des Schiedsverfahrenskomplexes Toll Collect in Höhe von 0,6 Mrd. € belastet. Insgesamt betrug der NOPAT in 2019 6,9 Mrd. €, nach 5,9 Mrd. € im Jahr 2018. Das durchschnittliche NOA erhöhte sich 2019 von 124,0 Mrd. € auf 135,6 Mrd. €. Der Anstieg des durchschnittlichen NOA resultierte v. a. aus der Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte (u. a. Spektrumerwerbe in Deutschland und den USA) sowie einem höheren operativen Working Capital. Die übrigen langfristig gebundenen Vermögenswerte blieben im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nahezu unverändert. Insgesamt spiegelt die Entwicklung des NOA unser weiterhin hohes Investitionsvolumen wider.

Weitere Informationen zur Bedeutung und Ermittlung des ROCE finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

5G
Neuer Kommunikations-Standard: bietet Datenraten im Gigabit Bereich, führt Festnetz und Mobilfunk zusammen, unterstützt das Internet der Dinge – ab 2020 Einführung.
Glasfaser
Transportweg für optische Datenübertragung.
IP - Internet Protocol
Herstellerneutrales Transport-Protokoll der Schicht 3 des OSI-Referenzmodells für die netzüberschreitende Kommunikation.